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Dirlammen II - Jugend 11 = 3:4, Dirlammen I - Jugend 11 = 7:0, 1. Herren - Rüddingshausen 9:4, Groß-Eichen - 2. Herren 4:9

      TTR-Werte vom 25. September 2022

In Schwalmtals Ortsteil Hergersdorf ist am Samstagabend groß gefeiert worden: Nach zwei Jahren Aufschieben wegen Corona stand nun in der Karl-Worm-Halle der 50. (plus zwei Jahre) Geburtstag des Tischtennis-Clubs "TTC Hergersdorf 1970" an mit Festkommers, Grußworten, Ehrungen bei Geselligkeit und nahrhaft guten Argumenten.

Schon das Live-Musikprogramm mit den Auftakt-Geburtstagsständchen "Ein Kompliment Chords" und "Dein ist mein ganzes Herz" von einer vierköpfigen Combo namens "Tilly und Band" sprach für die Vereinsangehörigen und anwesenden Gäste im vereinseigenen Festsaal des Ortes Bände: Wenn man weiß, dass Hergersdorf nur etwa 160 Einwohner zählt und der größte Anteil derer als aktives oder passives Mitglied dem TTC angehören. Sowie jener Verein wiederum seit mehr als 50 Jahren nicht nur für sportliche Bewegung und beträchtliche Erfolge im Tischtennis sorgt, sondern genauso gut als engagierter Kulturträger und Nährboden einer lebendigen Dorfgemeinschaft im und für das Dorf nicht mehr wegzudenken ist, dann verstehen sich die Glückwünsche der Ehrengäste und Vertreter aus der Kommunalpolitik, dem Sport, der Schwalmtaler Vereinslandschaft, Gesellschaft und Kirche mit viel Lob, Respekt und Anerkennung nahezu von selbst.

 

"Eigentlich wollten wir im Mai 2020 unser 50. Bestehen im Rahmen eines dreitägigen Festprogrammes feiern. Corona aber kam uns in die Quere und legte die Planungen für zwei Jahre vollends lahm", eröffnete der langjährige Vereinsvorsitzende Rudolf Lochow den offiziellen Teil des Abends. Der Reigen besonderer Ansprachen sowie die Ehrungen verdienter TTC-Vereinsangehöriger konnte beginnen. Kurzum übermittelten die Grußworte, Gratulationen, Geschenke und Einblicke in die Geschichte des Jubiläumsvereins vielsagende Bilder einer aktiven Gemeinschaft, die seit mehr als einem halben Jahrhundert - trotz Höhen und Tiefen im Wandel der Zeit - mit anhaltender Begeisterung, Tatendrang, Fairplay, Teamfähigkeit, Kameradschaft, Belastbarkeit, beherzter Jugend- und engagierter Gemeindearbeit für das Gemeinwohl von Hergersdorf eine wertvolle Arbeit leistet. Rund um die Tischtennishalle war und sei noch immer viel los. Der TTC sei eine feste Größe in der Gemeinde und der Region. Der Verein floriere und sei einfach etwas ganz Besonderes, stimmten die Redner mit den besten Wünschen zum Fortbestehen facettenreich überein.

 

Nach einer teils humorvollen Zeitreise in die Vergangenheit des TTC mit Zwischenstopps in den Anfangsjahren der 1970-er und nachfolgenden Einsichten in die jeweiligen Dekaden bis heute war auch der sportentfernteste Gast im Saale davon überzeugt, dass in jenem Tischtennisclub schon immer an Tischen, und nicht auf Platten "gekämpft" wurde. Sei es im Sport bei Spielen und Wettbewerben, bei Skatabenden, beim Karneval oder anderen Festivitäten. Einen bleibenden Eindruck hinterließ zudem die Erkenntnis, dass die Hergersdorfer Spielerinnen ihren Männern in der Summe der Erfolge von der Schülermannschaft bis hin zur Bezirks- und Kreisklasse um eine Nasenlänge vorausliegen. "Wer hierherkommt, hat vorher schon Angst", nahm Jugendtrainer Jens Etling zur Freude der Damen kein Blatt vor den Mund und bescheinigte zudem in Sachen Tischtennis-Nachwuchs mit zwölf Kids am Start einen gedeihlichen Schritt nach vorne.

 

Unter der Rubrik "wohlverdiente Ehrungen" wechselten im Anschluss etliche Urkunden und dazugehörige Ehrennadeln oder Präsente den Besitzer: Den Anfang dazu machte der Vereinsvorstand mit der Auszeichnung von Imke Grünewald, Claudia Hamann, Sabine Kobsch, Karl Gerbig, Klaus Müller und Karl Kröll für ihre 40-jährige Vereinszugehörigkeit. Klaus Donath, Hans Peter Hamann und Günter Donath durften sich über die Anerkennung ihrer Treue von 50 Jahren freuen. Zu guter Letzt galt in dieser Sparte Erwin Höpp, Erich Lochow, Karl Freudenstein, Helmut Schmidt, Jürgen Worm und Rudolf Lochow ein außerordentlicher Applaus aufgrund ihres Aktionismus und Engagements in den 1970-er Jahren als Gründungsmitglieder des Hergersdorfer Tischtennisclubs. Von Seiten des Landessportbundes Hessen gab es zudem vom Sportkreisvorsitzenden Werner Eifert für die zweite Vorsitzende Claudia Hamann, für Tine Hamann-Glitsch und Andrea Worm-Martin eine Verdienstnadel für deren Vorstandsarbeit sowie für Rudolf Lochow die Ehrennadel in Bronze für sein beständiges Agieren seit der Vereinsgründung, obgleich der Hergersdorfer von vornherein keinerlei Belobigungen wollte. Unter dem anhaltenden Applaus der Anwesenden hatte der Vereinsmanager letztlich keine Chance und musste sich zu einer weiteren Würdigung fügen. Wenn auch die Urkunde als sichtbarer Beweis noch nicht im Schwalmtal angekommen war, wurde dem Antrag zur Verleihung des Landesehrenbriefes an Rudolf Lochow stattgeben.

 

Mehr als 50 Jahre federführende Vereinsarbeit - was macht es aus? "In jungen Jahren war es die Neugierde auf etwas Neues. Mein Onkel, Patenonkel und Gründungsmitglied Karl Worm übernahm den Vorsitz des TTC Hergersdorf für lange Zeit. Als er jedoch 1990 starb, sah ich mich in der Pflicht, die Arbeit meines Patenonkels zu übernehmen und fortzuführen", so der Rückblick Lochow, der Jahrzehnte mit Herzblut bei der Sache war, in naher Zukunft aber einen Schritt kürzertreten möchte.

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