Lautertal - Mit den Kreismannschaftsmeisterschaften wurde auch im Vogelsbergkreis planmäßig die Tischtennis-Saison beendet. Noch einmal mussten die jeweiligen Staffelsieger aus den kreisgebundenen Klassen und Liga an den Start um ihren jeweiligen Mannschaftsmeister zu ermitteln. Dabei ging der TTC Hergersdorf in der höchsten kreisgebundenen Klasse, als Sieger in der Kreisliga hervor. Der Aufsteiger in die Bezirksklasse 2 besiegte dabei den Staffelsieger von der Kreisliga 2, den FSV Pfordt mit 9:3.

In der höchsten Klasse, der kreisgebundenen Kreisliga trafen die beiden Staffelsieger vom TTC Hergersdorf und dem FSV Pfordt aufeinander. Hierbei kam es zu einer Neuauflage des Endspieles um den Kreispokal. Mit viel Spannung war die Partie erwartet worden, weil beide Teams mit unterschiedlichen "Stärken" angetreten waren. Während Hergersdorf auf den ersten Plätzen sehr stark besetzt ist, überzeugten die Schlitzerländer in der abgelaufenen Saison durch eine absolut ausgeglichene Mannschaftsleistung. Insofern war die Frage, wer kann sich am Ende in den Paarkreuzen durchsetzen. Mit einer 2:1-Führung durch Ruhl/Günther und Wenzel/Donath war der TTC Hergersdorf gestartet. Den Anschlußpunkt für den FSV Pfordt erzielten in dieser Anfangsphase E.Göbel/M.Lachmann, ebenfalls durch einen Viersatzsieg. In der Spitze kam es zum erwarteten Sieg von Edgar Ruhl gegen Martin Lachmann, auch wenn die Partie erst nach fünf Sätzen am Ende mit 11:5 endete. Martin Wenzel hatte parallel dazu die Chance den TTC Hergersdorf mit 4:1 nach vorne zu bringen. Seine Zweisatzführung reichte am Ende nicht aus, weil Herbert Schmier sich immer besser auf seinen Gegner einstellte und im Entscheidungssatz mit 11:7 dann einfach die besseren Karten hatte. Mit viel Power gewann dann Dirk Günther seine Partie gegen Friedel Lachmann, so dass dem weiteren Spiel in der Mitte schon eine wichtige Rolle zuteil wurde. Am Ende setzte sich hier Christian Donath mit 16:14 im vierten Satz gegen Klaus Depenbrock-Baur durch und erzielte das 5:2. Alle Augen waren jetzt auf die Spiele im hinteren Paarkreuz gerichtet. Hier mußte der FSV Pfordt jetzt unbedingt punkten um in der Partie zu bleiben. Dies gelang zwar Frank Göbel mit seinem 3:0 gegen Andreas Roth, jedoch verlor Erhard Göbel nach fünf Sätzen gegen den Daniel Rose, der eine überraschend sehr starke Leistung bot. Somit war mit dem 6:3-Pausenstand die weitere Ausgangslage für den FSV Pfordt nunmehr sehr schlecht. Edgar Ruhl, der in der abgelaufenen Rückrunde mit 20:1-Siegen in der Kreisliga 1 eine herausragende Rolle bot und auch insgesamt überragend aufspielte, erhöhte nach drei sehr knappen Sätzen im Spitzenspiel gegen Herbert Schmier auf 7:4. Nun gewann auch Martin Wenzel mit 3:0 gegen Martin Lachmann, so dass beim Stande von 8:3 die Partie gelaufen war. Zweimal im Rückstand liegend konnte Dirk Günther seine Angriffs-Varianten gegen Klaus Depenbrock-Baur im fünften Satz mit 11:8 zu Sieg verwandeln und seinem Team damit den Sieg ermöglichen. Während Hergersdorf alle seine Möglichkeiten ausschöpfte konnte der FSV Pfordt nicht das Maximum abrufen und mußte am Ende ganz einfach die 9:3-Überlegenheit des Gegners bei 30:18-Sätzen anerkennen.